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Ungewissheit bei der Mensa
VON STEFAN SCHNEIDER
Leichlingen (RP) Die Fraktionen im Leichlinger Stadtrat haben sich am Donnerstagabend auf die Verwendung der Mittel aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung verständigt. Doch es gibt zumindest noch ein dickes Fragezeichen.
Essen in der Aula?
Noch völlig offen ist der Standort der künftigen Mensa. Die Stadtverwaltung hatte dazu drei Möglichkeiten untersucht:
- die Wiese neben dem Bürgerhaus Am Hammer
- den Bauplatz vor der Realschul-Sporthalle
- den Bereich neben der bereits bestehenden Mensa der Hauptschule.
Die SPD forderte die Stadtverwaltung jetzt im Rat auf, auch eine Aufstockung oder Umwandlung der Aula des Schulzentrums für die Mensa noch einmal im Detail zu prüfen.
In einem Punkt waren sich die Politiker im Leichlinger Stadtrat bei ihrer jüngsten Sitzung von Anfang an einig: Der Bau einer Mensa und die Schaffung von Räumen für die Übermittagbetreuung im Schulzentrum Am Hammer gehören ganz nach oben auf die Prioritätenliste der Investitionen mit dem Schwerpunkt Bildungsinfrastruktur, die aus den Mitteln des Konjunkturpakets II bezahlt werden sollen. 1,8 Millionen Euro an Fördermitteln stünden Leichlingen in diesem Bereich zu. Doch ob dieses Geld tatsächlich so verwendet werden darf wie sich Rat und Verwaltung das einheitlich wünschen, steht bislang in den Sternen.
Denn bis jetzt fehlten dazu die konkreten Rahmenbedingungen, stellte Bürgermeister Ernst Müller fest. Probleme könnte es bei einer so genannten Doppelförderung geben. Für den Ganztagsbetrieb an Schulen gibt es mittlerweile nur noch eine Pauschale in Höhe von 100 000 Euro. Wenn damit der Zuschuss für die Mensa mit abgegolten wäre, könnte es sein, dass die Behörden einer weiteren Finanzierung aus dem Topf Konjunkturpaket einen Riegel vorschieben. Bei der Stadtverwaltung hofft man nun auf ein baldiges Signal seitens der Landesregierung, wie verfahren werden kann.
868 00 Euro für die Infrastruktur
868 000 Euro aus dem Konjunkturpaket darf die Stadt für Investitionen in die allgemeine Infrastruktur einsetzen. Basierend auf einer Kostenschätzung der Stadt, die 21 Vorschläge bewertet hatte, entschieden sich die Politiker – meistens einstimmig – für folgende Maßnahmen:
- Park&Ride-Anlage am Leichlinger Bahnhof
- Umgestaltung des Zugangsbereiches zu den Gleisen am Bahnhof
- Verkehrssicherung am Tunnel Moltkestraße
- Kreisstraße 1: Ausbau der Gehwege in Richtung Hülstrung und im Bereich Bennert/Ellenbogen
- Schulwegsicherung in Oberschmitte
- Ausbau des Rad-/Gehweges im Bereich Kaltenberg und Moltkestraße
- Pastorat/Uferstraße: Ausbau Geh-/Wanderweg
- Pastorat/Staderhof: Ausbau Rad- und Gehweg
- Staderhof/Müllerhof: Instandsetzung und Ausbau der Radwegeverbindung
- Neuanlage eines Parkplatzes vor der Sporthalle Am Hammer/Kreisstraße 1
- Parkplatzerweiterung am Pastorat
- Instandsetzung des Parkplatzes am Sportzentrum Balker Aue
- Instandsetzung des Verbindungsweges Krähwinkler Weg/Am Schneeberg
- Wanderwege in Witzhelden: Instandsetzung/Erneuerung von Brücken und Stegen über Bachläufe
- Überquerungshilfe für die Landstraße 294 im Bereich Lilienweg/Tulpenweg
- Fahrradabstellanlagen an städtischen Schulen
- Erweiterung der Umkleiden für den Feuerwehrlöschzug I
- Ausbau Toiletten am Leichlinger Bahnhof
Aufgenommen und befürwortet wurden auch noch ein Vorschlag der Grünen und ein Vorschlag der Bürgerliste Witzhelden/Leichlingen: Für Maßnahmen zur Behindertenfreundlichkeit und Barrierefreiheit in Leichlingen werden 80 000 Euro veranschlagt, für Parkplätze am Sportzentrum Witzhelden 68 000 Euro.
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