

Mit Internet gegen den Leerstand
VON PETER KORN
Leverkusen (RP) Die Wirtschaftsförderung Leverkusen hat gestern ein neues Instrument vorgestellt, mit dem sie die Standort-Ansiedlung im Einzelhandel vorantreiben will – ein internetgestütztes Einzelhandelsflächenkataster.
Wolfgang Mues war sichtlich stolz: "Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, unser Angebot zu starten, noch bevor die ECE-Rathausgalerie am 24. Februar aufmacht", betonte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Leverkusen GmbH (WfL).
Denn das, wozu das neue System dienen soll, könnte durch ECE und seine Sogwirkung schon bald verschärft in Anspruch genommen werden müssen. Seit Freitag können Einzelhändler, die Ladenflächen suchen, und Vermieter, die Ladenlokale anzubieten haben, in Leverkusen einen Service nutzen, den bisher kaum eine Stadt bietet: das so genannte Einzelhandelsflächenkataster.
In einer Präsentationsveranstaltung stellten Mues, WfL-Datenmanagerin Yasemin Schmitz und Projektleiter Rainer Bertelsmeier die Funktionsweise dieses kostenfreien Angebots vor.
Das Online-Kataster richtet sich sowohl an Anbieter, die Flächen zu vermieten haben, als auch an potenzielle Interessenten. Über eine spezielle Eingabemaske können beispielsweise Vermieter oder Makler bis zu fünf Bilder von ihrem Objekt einstellen, dazu Grundrissdarstellungen und eigene Exposés. Die Daten landen dann als E-Mail bei der WfL, die wiederum ein eigenes Exposé verfasst, aufgehübscht mit einer allgemeinen Standort- und Umfeldbeschreibung, erfolgversprechendem Sortimentangebot, Kaufkraftbezeichnung für jeden der 13 Leverkusener Stadtteile etc
Erst wenn der Anbieter dieser Darstellung zustimmt, wird das Angebot freigeschaltet. Alle vier Wochen fragt die WfL dann ab, ob die Daten noch gelten. Auch wenn beiden Seiten so viel Material und maßgeschneiderte Informationen wie möglich geboten werden – die eigentlichen Verhandlungen erfolgen am Ende ausschließlich zwischen Suchendem und Anbieter.
Erste Reaktionen fielen gestern rundweg positiv aus: Frank Schönberger, Vorsitzender der Werbegemeinschaft City, sprach von einem "sinnvollen Instrument zur Belebung der Innenstadt", das vor allem auch Nebenlagen wie etwa Hauptstraße oder Breidenbachstraße berücksichtige. Ruth Deus vom Einzelhandelsverband schließlich erklärte: "Ich kenne keine Stadt, die so ein Kataster nicht gerne hätte."
"Ein Alleinstellungsmerkmal", frohlockte Mues, der allerdings ebenso wie Bertelsmeier etwas Wasser in den Wein schütten musste: "Es steht und fällt natürlich alles mit den Vermietern", sagten beide. Und da habe man es verschiedentlich mit Fondsgesellschaften im Ausland zu tun, zu denen sich nur sehr schwer Kontakt aufnehmen lassen. Und auch nicht jeder Einzelbesitzer sei leicht im Umgang, da helfe dann auch kein Kataster: "Es gibt den einen oder anderen", sagt Bertelsmeier, "den ein leeres Ladenlokal nicht stört, solange dafür noch Miete gezahlt wird."
Rheinische Post vom 6.2.10
Sehr geehrter Herr Jung,
nach ausführlicher Erörterung im Verwaltungsvorstand, bei der Bürgermeister Müller die Bedeutung und Richtigkeit Ihrer Anfrage vom 29.01.2010 hervorgehoben hat, wird die SEL GmbH jedwede Unterstützung über den bisherigen Rahmen hinaus anbieten, um die Leerstände von Ladenlokalen in Witzhelden zu verbessern. Bereits in der Vergangenheit haben Immobilieneigentümer mit freien Handelsflächen oder Gastrobereichen es begrüßt, auf den Webseiten des Rathauses oder der SEL GmbH einen entsprechenden Hinweis positionieren zu können. Eine Systematik wurde daraus bisher nicht entwickelt. Das soll sich nach Meinung des Verwaltungsvorstandes ändern. Kurzfristig werde ich daher den Eigentümern die Möglichkeit offerieren, die Webauftritte gemäß der bei uns eingehenden Vorgaben zu modifizieren.
Selbstverständlich unterrichten wir Sie in absehbarer Zeit über den Verlauf und die Ergebnisse.
Beste Grüße
Stadtentwicklung Leichlingen GmbH
Christian Scheffs
Geschäftsführer
E-Mail vom 12.2.10